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Unbezahlbar – biologische Vielfalt!

Alles ist mit allem verbunden! Wo könnte diese Erkenntnis sichtbarer werden als in der Natur? Die Vielfalt der Ökosysteme, der Arten und der Gene auf diesem Planeten scheint fast grenzenlos und auf magische Art und Weise aufeinander abgestimmt zu sein. Doch diese Wechselbeziehungen stehen auf wackeligen Beinen, denn schon leichte Störungen in Ökosystemen haben unter anderem unmittelbare Auswirkungen auf die Artenvielfalt. Uns wird dies z. B. durch die Erderwärmung und deren Auswirkung auf die Population der Eisbären eindringlich vor Augen geführt.

Wir Menschen sind eine seltsame Spezies. Auf der einen Seite lieben wir die Natur, auf der anderen Seite lassen wir nichts unversucht, sie nachhaltig zu schädigen. Ein Leben im Einklang mit der Natur scheint angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung und Umweltverschmutzung, einer zunehmenden Ausbeutung von Rohstoffen und einer immer stärker voranschreitenden Fragmentierung von Landschaften unmöglich. Wir dringen massiv in Lebensräume vor, die von Tieren, Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen benötigt werden. Eine kritische Bestandsaufnahme zeigt, ein Großteil der Arten ist vom Aussterben bedroht. Experten sind sich sicher, dass Ökosysteme zunehmend in Schieflage geraten und als Resultat nicht nur das Artensterben voranschreitet, sondern auch unser eigenes Leben dadurch in Gefahr gerät. Wir sägen praktisch den Ast ab, auf dem wir selber sitzen.

Ein praxisnahes Beispiel ist unser enthemmter Umgang mit Pestiziden. Wie häufig sehe ich Mitmenschen, die Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel spritzen? Was offensichtlich nur oberflächlich wirken soll entfaltet seine Zerstörung dort, wo sich uns die Vielfalt des Lebens nicht sofort erschließt. Für uns kaum sichtbar, leben z. B. in einer Hand voll fruchtbarer Erde mehr Organismen als Menschen auf diesem Planeten. Umgerechnet auf 0,3 Kubikmeter Erdreich (1m x 1 m x 0,3 m) bedeutet das:

2,5 Billionen Mikroorganismen 1 Million Fadenwürmer
100.000 Milben 50.000 Springschwänze
25.000 Rädertiere 10.000 Borstenwürmer
100 Käferlarven 100 Zweigflüglerlarven
80 Regenwürmer 50 Schnecken
50 Spinnen 50 Asseln

 

Diese Lebewesen zersetzen das organische Material, liefern Nährstoffe und lockern, lüften, mischen und düngen den Boden. Sie sind in ihrer Komposition unverzichtbar zur Bildung des Bodens und zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Ohne dieses Bodenleben werden wir es schwer haben, unsere Nutzpflanzen anzubauen.

Achten Sie auf die Schonung der Bodenlebewesen und denken Sie daran: Das Aussterben einer Pflanzen- oder Tierart ist nicht reparabel. Trotz aller technischen Fortschritte kann der Mensch eine ausgestorbene Art nicht wieder neu erschaffen.

Auch daran soll uns der weltweite Tag der biologischen Vielfalt am 22. Mai erinnern.

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